Unsere Magerwiese in Lassnitzthal

Hier Fotos unserer Magerwiese in Lassnitzthal, Steiermark, Austria, angelegt 2019.
https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/magerwiese/40616


Die Wiederentdeckung der Wiese
Rasenmäher vom Roboter bis zum kleinen Traktor halten unser umgebendes Grün regelmäßig und beharrlich möglichst kurz. Für die meisten Menschen bedeutet dieses Ordnung und Sauberkeit. Nicht für die Natur!!! Einerseits bedauern wir, dass Insekten, Bienen, Käfer uns sonstige Kleinlebewesen massiv aus unserem Lebensraum verschwinden, wollen aber nicht wahrhaben, dass wir mit unserem Verhalten selbst daran schuld sind.
Von dieser Überlegung ausgehend hat Johannes Tandl beschlossen, ein zurzeit ungenütztes Grundstück in Lassnitztal, das zu verwildern drohte, in eine blühende Wiese zu verwandeln. Um alles von vornherein richtig zu machen hat er sich den fachmännischen Rat des Biologen Daniel Hörner geholt, der ein entsprechendes Konzept zur praktischen Durchführung ausgearbeitet hat. Besonders wichtig ist dabei auch eine auf den Standort bezogene Samenmischung. Damit konnte mit der Umsetzung im Frühjahr 2019 begonnen werden.
Großzügig unterstützt wurde dieses Vorhaben, sowohl in der Umsetzung als auch finanziell seitens der Stadtgemeinde Gleisdorf, wohl von der Überlegung getragen, dass dieses Pilotprojekt, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich, möglichst viele Nachahmer findet. Denn, was wir für das natürliche Gleichgewicht tun machen wir letztendlich für uns selbst.
Mittlerweile kann man mit Stolz berichten, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann und somit aus der Sicht der Berg-und Naturwacht, die dieses Projekt ebenfalls entscheidend mitgetragen hat, ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung unserer Artenvielfalt geleistet wurde.
Kamillo  Hörner - Kontakt: [email protected]

Holen wir die Natur zurück in unsere Gärten


Die Sehnsucht nach Grün und Natur, ein wichtiger Motor für unser Wohlbefinden, war dieses Jahr, durch ereignisbedingte Einschränkungen besonders stark ausgeprägt. Der Winter war mild, äußerst trocken und gerade noch rechtzeitig hat es ein wenig geregnet. Stressbedingt durch die Trockenheit, sagen die Experten, haben unsere Obstbäume üppigst geblüht. Trotz vieler Widrigkeiten haben Landschaft, Gärten und Grünanlagen, wieder ihr grünes Kleid angezogen. Feststeht nun einmal wir sind vom Wetter und der Natur abhängig. Nach den berühmten Eisheiligen Mitte Mai, wenn auch die Gefahr von Morgenfrösten vorbei ist, dürfen nicht nur wir, sondern auch alle wärmeliebenden Pflanzen und Blumen ins Freie.

Gärten das waren früher einmal die Lieferanten für frisches Obst, Gemüse und Kräuter, der Garten zur Selbstversorgung. Garteln wie unser ORF Obergärtner Plohberger es nennt ist mittlerweile wieder hochaktuell und beliebt. Glücklich die, die ein solches Grün ihr eigen nennen können. Es gibt aber unterschiedlichste Zugänge im Umgang mit der Haus und Wohnanlage umgebenden Grünfläche. Während die einen sich bemühen eine größtmögliche Vielfalt in den Garten zu bringen, lassen andere Rasenmäher und Roboter tagaus tagein ihre Arbeit tun und alles was gerade begonnen hat zu sprießen wird unbarmherzig nieder gemetzelt. Wir wollen uns aber vordergründig darauf beschränken, dass der Garten vor allem ein erweiterter Lebensraum ist und wenn der Garten möglichst naturnah gestaltet wird somit auch zu einem wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen wird.

Vögel brauchen Unterschlupf und Nistplätze, dazu eignen sich besonders heimische Heckengehölze wie Holunder, Vogelbeere, Weißdorn, Schlehe, Berberitze. Insekten, Wildbienen, Hummeln brauchen vor allem Blütenpflanzen (besonders begehrt - Mohn, Boretsch, Ringelblumen) und Staudengewächse (z. B.Phlox, Rittersporn, Fette Henne). Letztere ziehen sich bekanntlich im Winter zurück, erfreuen uns aber dann im Sommer mit ihrer Blütenpracht. Auch die oft zu Unrecht verdammte Brennnessel ist für bestimmte Schmetterlingsarten (z.B. Tagpfauenauge) eine wichtige Nahrungspflanze im Raupenstadium. Wespen und Hornissen sollten im Garten willkommen sein, füttern sie doch im Frühjahr ihre Brut fast ausschließlich mit Schadinsekten, Würmern und kleinen Raupen. Trockenbiotope und Steinmauern begünstigen die Ansiedlung von Eidechsen. Tümpel und Teiche wiederum bilden Lebensräume für Frösche, Lurche, Libellen. Ganz Mutige opfern wenigstens 20 m² ihres Rasens und machen daraus eine Wiese und dass wir jegliche Art von Versiegelung vermeiden, versteht sich von selbst. Wagen sie einen Versuch, sodass jetzt an geeignete Stellen nur mehr ein oder mehrere Schatten spendende Laubbäume fehlen.

Wie immer sie ihren Garten gestalten achten sie auf Vielfalt und Artenreichtum und machen sie die Natur zur ihrem hilfreichen und verlässlichen Partner. Die Gleisdorfer Berg- und Naturwacht berät sie gerne bei ihren Bemühungen und umgekehrt freuen wir uns natürlich auf Rückmeldungen und Hinweise ihrer persönlichen Erfahrungen, Erfolge, zur Wiederbelebung naturnaher Gärten.

Kamillo Hörner

Die Störche sind wieder in Gleisdorf gelandet
Sechs besetzte Nester machen Gleisdorf zur regionalen Storchenmetropole. Und nicht nur für die Mitarbeiter der Steirischen Berg- und Naturwacht, Ortsstelle Gleisdorf fängt der Frühling erst an, wenn die Störche wieder da sind. Auch die gesamte Bevölkerung hat die Adebars in ihre Herzen geschlossen.
Nach dem erfolgreichen Rückflug aus dem Süden gilt es, die Nester neu zu besiedeln und nach einem gründlichen Frühjahrsputz mit neuem Nistmaterial auszustatten. Alsbald wird dann mit der Bruttätigkeit begonnen. Storchenpaare bleiben, wenn nichts Unvorhersehbares passiert, einander treu.
In Gleisdorf und unmittelbarer Umgebung gibt es sechs besiedelte Nester. Normalerweise werden drei bis fünf Eier gelegt und innerhalb von 30 Tagen ausgebrütet. Die Jungen
schlüpfen mit 65 bis 80 Gramm Körpergewicht, wiegen aber nach einem Monat bereits 2 Kilogramm. Störche ernähren sich und ihre Jungen mit Insekten, Regenwürmern,  Schnecken, Mäusen, Fröschen, kleinen Schlangen und Fischen, ein Storch benötigt somit etwa ein halbes
Kilogramm Futter pro Tag.
Doch immer mehr Wiesen, Äcker, Grünflächen, Feuchtbiotope und kleine Wasserstellen fallen der Verkehrsinfrastruktur und Bautätigkeit zum Opfer. Wovon sich die Störche in Zukunft ernähren sollen bleibt daher weitgehend offen. Die Berg- und Naturwacht denkt daher als Übergangslösung bereits über künstlich angelegte Futterstellen nach. Immer mehr
steirische Gemeinden setzen sich bereits mit der Einrichtung sogenannter Storchenwiesen auseinander.
Seitens der Berg- und Naturwacht bemühen sich der Gleisdorfer Storchenbetreuer Helmut Sindler, sowie Hermann Gerstmann und Harry Weinrauch um die Storchenpopulation.
Bisweilen begeben sie sich – unterstützt von den Freiwilligen Feuerwehr Gleisdorf – in luftige Höhen, wenn es gilt, ein Nest zu erneuern, weil es durch das jährlich neu hinzugefügte
Nistmaterial ein Gewicht von über zwei Tonnen erreicht hat. Das Nistmaterial besteht im Unterbau aus fingerdicken Ästen und wird dann mit Gras, Heu, Stroh und Moos ausgepolstert. Hilfreich ist natürlich eine stabile, meist runde wetterfeste Unterlage aus Stahl. Diese unterstützenden Arbeiten am Nest finden natürlich erst nach Beendigung der Brutzeit statt.
Der Weißstorch ist ein Wiesenvogel aus der Familie der Schreitvögel und erreicht eine Größe von bis zu 1,5 Metern sowie eine Flügelspannweite von 2 Metern. Viel seltener ist der scheue Schwarzstorch, der sein Nest in den Wäldern errichtet. Aber auch ihn gibt es in der Berg- und Naturwacht, 
Region Gleisdorf. Wie es mit den Störchen weitergeht und ob es auch heuer zu Revierkämpfen mit Rabenvögeln kommen wird, wird sich gegen Ende einer hoffentlich erfolgreichen Brutsaison zeigen.
BU: Sechs besiedelte Nester machen Gleisdorf zur regionalen Storchenmetropole.
Bild: © Richard Mayr

Inhaltliche und organisatorische Rückfragen bitte an Kamillo Hörner, Tel. 0664 73863284 und
an Johannes Otto Tandl, Tel. 0664 1241474.

Storch Nummer 1

Am 11.03.2020 ist der erste Storch gegen 12:00 Uhr in Gleisdorf am Ledererweg eingetroffen.

Biotop Albersdorf

März 2020: die ersten Aufnahmen von der umgehängten Wildkamera von unseren Bibern, ganz schön fleißig, die Kerle.

KW 09/2020: Biotop Albersdorf: 

Die Biberburg wurde gefunden, neue Nagespuren an den Bäumen, Wildkameras "verkleidet" und an anderer Stelle platziert, drei sehr schöne Vogelaufnahmen aus dem Biotop, weiterhin wurden auf der Privatstraße außerhalb des Biotops Warnschilder von der Gemeinde Albersdorf angebracht. 


Die Biber haben in Albersdorf sechs Dämme gebaut, Niveauunterschied max. 1 Meter, der Bau wurde noch nicht gefunden. Dabei waren Kamillo, Manfred und Michael.
Im weiteren Verlauf ist vor der Raab ein weiterer Damm in Arbeit.

15.02.2020: Nistkästen Reinigung

 

Es wurden alle Nistkästen, ca. 70 Stück, im Biotop, Naturschutzgebiet und im Kötschmanngraben gereinigt und bei Bedarf repariert. Die Häuser wurden mit einer Hausnummer versehen und im System eingetragen.

Alle Vöglein sind schon da oder?

Der Klimawandel, beschert uns mittlerweile immer öfter milde Winter, die in der Folge Pflanzen und Tieren signalisieren, "der Frühling ist schon da!" Das hat uns als Berg-und Naturwächter der Ortsstelle Gleisdorf veranlasst, bereits ein Monat früher als bisher mit der Reinigung und der Anbringung neuer Nistkästen zu beginnen. An 3 verschiedenen Standorten (Naturschutzgebiet Gleisdorf, Hochwasserschutzbiotop Albersdorf und im hinteren Kötschmanngraben in Ludersdorf) sind solche Nisthilfen für unsere gefiederten Freunde angebracht. Natürlich wurden die passenden Nistkästen maßgetreu gemeinsam mit unseren Kollegen aus St. Margarethen zuvor selbst angefertigt. 

Leider haben die letzten vogelkundlichen Bestandszählungen ein eher ernüchterndes Ergebnis gebracht. Sowohl der Bestand insgesamt ist zurückgegangen, aber auch die Anzahl der vom Aussterben bedrohten Arten hat deutlich zugenommen. Einmal aus unserem Lebensraum verschwunden ist eine Wiedereinbürgerung fast nicht mehr möglich. Apropos Lebensraum, der war bis Ende der 80ziger Jahre des vorigen Jahrhunderts geprägt als kleinbäuerliche Kulturlandschaft mit artenreichen Wiesen, Hecken und Streuobstgärten. In den letzten Jahren haben intensive Bautätigkeit, strukturelle Veränderungen in der Landbewirtschaftung diese Lebensräume drastisch verändert, sodass Vögel kaum mehr Unterschlupf und die passende Nahrung finden. Vögel, die ihre Brut vorwiegend von Insekten, kleinen Raupen, Würmern ernähren, waren daher vor allem im Obstbau auch ideale Helfer in der Schädlingsbekämpfung. Aber auch der Bestand an Insekten ist stark zurückgegangen, wobei deren Verlust bei den meisten Menschen als nicht besonders Besorgnis erregend empfunden wird, außer es handelt sich um nützliche Bestäuber wie Bienen und Hummeln oder bunte Schmetterlinge.

Fest steht, das ökologische Gleichgewicht ist empfindlich gestört. Deshalb unser dringender Apell an Land- und Forstwirte, Gartenbesitzer, die öffentliche Hand im Besitz von Grün- und Erholungsflächen:  Schaffen wir für die Vogel- und Insektenwelt, für alle in der freien Natur vorkommenden Tiere und Pflanzen naturnahe Lebensräume, wo sie die für ihr Weiterbestehen entsprechenden Lebensbedingungen vorfinden. Die Gleisdorfer Ortsstelle der Berg- und Naturwacht unterstützt und berät sie gerne bei diesen Bemühungen.

Kamillo Hörner, Berg- und Naturwacht, Ortsstelle Gleisdorf.

Bitte dieses an eure Freunde, Bekannte, ... weiterleiten, danke.

Wir arbeiten stets an verschiedenen Umweltprojekten, um der Natur und damit uns zu helfen..

Nistkasten- Manufaktur der Berg- und Naturwacht Gleisdorf am 01.02.2020, der Frühling kann kommen.

30 "Häuser" gebaut!

Unser Gründungsmitglied der Ortseinsatzstelle Gleisdorf, Michael Fuchs,ist am Freitag, 17.01.2020 verstorben.

Die ersten Biber in unserem Biotop in Albersdorf, fast alle Bäume auf der Insel sind gefällt.

Jahresabschluß im Biotop, 31.12.2019

Die totale Pracht der Natur in unserem Naturschutzgebiet in Gleisdorf.

60 Jahre Berg- und Naturwacht Gleisdorf, Frühschoppen in Wetzawinkel

Magerwiese

05.06.2019: unsere erste Magerwiese in Gleisdorf - Laßnitzthal angesät, jetzt können die Insekten kommen, 

Biotop Albersdorf

Reinigung des Biotops und Neophytenbekämpfung, Mai 2019,
Fotos siehe unten


http://www.wasserwirtschaft.steiermark.at/cms/beitrag/12323711/4579595/

Berg- und Naturwacht Gleisdorf

Die Störche sind wieder da, April 2019.
https://www.gleisdorf.at/die-stoerche-sind-wieder-da_2913_188.htm

Nistkästenbau für unsere gefiederten Freunde

Um den Start für unsere Vögel in das neue Jahr zu erleichtern, wurden mehrere Nistkästen gebaut. Diese werden zusätzlich zu den bereits bestehenden angebracht, oder dienen als Ersatz für beschädigte. Ein besonderer Dank geht an die Firmen Holz Felber und Pichlerholz, welche das Holz für diese Aktion zur Verfügung stellten.

Gleisdorf sichert Winterschlaf für Igel

 Auf Initiative der Berg- und Naturwacht Gleisdorf mit Unterstützung der städtischen Tischlerei und der Stadtgärtnerei wurden 20 Winterquartiere für Igel gebaut und rechtzeitig vor dem Kälteeinbruch im Stadtpark, Sonnenpark und am Winterbacher Platz aufgestellt und mit Laub zugedeckt.  Ab sofort informieren in den Gleisdofer Parkanlagen Hinweisschilder über die neuen Winter-Igelnester und bitten um die notwendige Ruhe für die schlafenden Igel. Ein herzlicher Dank für das Holz an die Firma Felber Holz, Gleisdorf, und an unseren Bürgermeister Christoph Stark für sein Mitwirken. 

Gemeinde Reinigung Ludersdorf- Wilfersdorf

Wie jedes Jahr das selbe Team mit einem"erschreckenden" Ergebnis bei unserer Gruppe

mit Bürgermeister Peter Moser